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Ordenseigene Häuser der Provinz:

Das Vinzenzheim in Schlanders: Heim für Schülerinnen und Schüler

Das Vinzenzheim in Schlanders verdankt seinen Ursprung dem Landesgerichtsarzt Dr. Heinrich Vögele; der Name des Begründers ist heute noch gebräuchlich für diese Institution: „Dr. Vögele-Haus“.

1866 hat Dr. Vögele dieses Haus den Barmherzigen Schwestern des Mutterhauses Zams bei Landeck überlassen, die sich schon seit 1856 der armen Kinder und Mädchen von Schlanders und Umgebung angenommen hatten, zuerst im sog. „Alten Spital“ in Schlanders und seit 1861 im „Dr. Vögele Haus“.

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Dr. Heinrich Vögele

Nachdem 1959 dieses Haus durch einen Brand zerstört worden ist, erbauten die Barmherzigen Schwestern von Bozen 1960 ein neues Heim, das sie nach ihrem Ordensgründer, dem hl. Vinzenz von Paul, „Vinzenzheim“ nannten. Das Vinzenzheim, ursprünglich ein Waisenhaus, ist heute ein Heim für SchülerInnen, vornehmlich aus dem Vinschgau. Hier betreuen die Schwestern in Zusammenarbeit mit pädagogischen Fachkräften Kinder und Jugendliche und bieten ihnen eine intensive Lernbetreuung in Kleingruppen an.

Die besondere Dienstleistung des Vinzenzheimes besteht in der Bildungs- und Erziehungsarbeit für Sechs- bis Sechzehnjährige. Dank der pädagogisch-didaktischen Betreuung und Begleitung in kleinen Gruppen kann eine sehr effiziente Bildungs- und Erziehungsarbeit geleistet werden. Die Kinder und Jugendlichen finden in der familiären Atmosphäre Geborgenheit, die für ihre schulische Entwicklung und persönliche Reifung sehr förderlich ist. Die Allermeisten schaffen den jeweiligen Schulabschluss und finden so leichter den Weg ins Berufsleben.

    

Direktorin in Teilzeit und gesetzliche Vertreterin ist Sr. Dr. Anna Maria Maurberger. Für die Heimleitung und pädagogische Leitung ist Sr. Maria Agnes Trafoier verantwortlich und für die geschäftliche Leitung Sr. Maria Edwina Unterkalmsteiner.

Aus dem LEITBILD

Das Vinzenzheim ist ein religiöses SchülerInnenheim mit Sonderstatus.

Träger dieser Einrichtung sind die Barmherzigen Schwestern des heiligen Vinzenz von Paul mit dem Provinzhaus in Bozen und dem Mutterhaus in Zams bei Landeck. Als apostolisch-karitative Gemeinschaft orientieren wir uns am Evangelium und sind dem Auftrag der Kirche und ihrer Sendung verpflichtet. Wir setzen uns für alle ein, die unsere Hilfe brauchen. So gilt unsere Zuwendung vor allem auch den Kindern und Jugendlichen.

In der Bildungs- und Erziehungsarbeit vertreten wir christliche Werte und orientieren uns an der Pädagogik des heiligen Vinzenz von Paul. Wir möchten, dass auch unsere MitarbeiterInnen sich diesem vinzentinischen Auftrag verpflichtet fühlen.Wir achten das Leben und die Würde des Menschen und sehen seine Einmaligkeit als hohen Wert an, den es zu entfalten gilt. Deshalb versuchen wir, auf jedes Kind, auf jeden Jugendlichen individuell einzugehen.

Unser Heim ist offen für interne (Vollzeitunterbringung) und für externe SchülerInnen (TagesheimschülerInnen) im Alter von 6 bis 16 Jahren. Wir betreuen diese in Kleingruppen.

Wir sind bestrebt, die Heranwachsenden in diesen wichtigen Lebensphasen zu begleiten und zu fördern durch menschliche Nähe und schulische Ertüchtigung.

Wesentliche Ziele, die wir gemeinsam im Alltag anstreben:

  • Die ganzheitliche, harmonisch Entfaltung der Persönlichkeit fördern
  • Selbstwertgefühl entwickeln und stärken
  • Freude am Lernen wecken
  • Leistungsbereitschaft fördern
  • Vertrauen aufb
  • Verantwortung für sich und für die anderen übernehmen
  • Gefühl der Zugehörigkeit stärken
  • aufmerksame Zuwendung schenken
  • behutsamen Umgang miteinander pflegen
  • einander Achtung und Wertschätzung entgegenbringen
  • Probleme thematisieren
  • Konflikte fair austragen

Aus Heim und Schule: fördernde Maßnahmen

In den letzten Schul- und Heimjahren lebten im Allgemeinen an die 75 SchülerInnen im Alter von 6 bis 16 Jahren im Vinzenzheim. Die allermeisten besuchen die Grund- und Mittelschule.

16 Erzieherinnen betreuen die Lernenden in insgesamt 13 Kleingruppen, welche jeweils aus 5 bis 7 Schülern bestehen. Die Heimleiterin Sr. Maria Agnes Trafoier hilft je nach Bedarf in den einzelnen Gruppen mit. So hat sie Einblick und Kontakt zu den SchülerInnen und kann bei individuellen Lernmaßnahmen mithelfen. Kennzeichnend für die letzten Jahre ist die Zunahme von verhaltensauffälligen und lernschwachen Schülern. Die Großzahl der Lernenden sind im Tagesheim, die anderen in Vollpension untergebracht.

Die harmonische Entfaltung der Persönlichkeit der Heranwachsenden wird geistig, religiös und emotional gefördert. Auf eine positive Entwicklung im Sozialverhalten und in den Wertvorstellungen versuchen die ErzieherInnen durch die Vorgabe von klaren Richtlinien und Verhaltensregeln, durch ihr Beispiel sowie durch gezielte Projekte und Freizeitangebote einzuwirken.

Die Studierzeit und Freizeit sind dem Alter entsprechend geregelt. Intensive Lernbetreuung und unterstützende Maßnahmen sollen einen bestmöglichen Lernerfolg und somit einen positiven Schulabschluss gewährleisten. Das Heim bietet den Schülern Computer und Laptops an. Diese ermöglichen es, im Internet zu recherchieren und die gewonnenen Informationen für schulische Zwecke auszuwerten. Neue Wissensbereiche helfen wir erschließen durch spielerische Formen des Lernens. In der Freizeit bieten wir Gelegenheit für verschiedene Aktivitäten. Diese umfassen eine Vielzahl von Projekten (Spiel und Sport, Natur erleben, kreative Tätigkeiten, Feste gestalten im Jahreskreis).  Je nach Fähigkeit und Neigung wird auf eine individuelle Förderung im musisch-kreativen Bereich Wert gelegt.  Diese Freizeitprojekte entlasten von den schulischen Anforderungen und helfen, neue Lebensbereiche zu erschließen. Sie werden von pädagogischen Fachkräften in enger Zusammenarbeit mit den Familien, Lehrpersonen und verschiedenen Berufsgruppen erstellt.

 

Bei internen Heimversammlungen haben die Heranwachsenden Gelegenheit, ihre Meinungen und Wünsche zu äußern sowie eventuelle Probleme zu benennen, um gemeinsam Lösungswege zu finden.

Durch regelmäßigen  Kontakt mit Eltern und Schule erhalten die ErzieherInnen Einblick in die jeweilige familiäre Situation und in die schulischen Leistungen der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Gleichzeitig können sie ihrerseits Informationen an die Lehrpersonen weitergeben und so gemeinsam nach Lösungen für etwaige Probleme suchen. Die Eltern werden regelmäßig zu Gesprächen ins Heim eingeladen und so über die ganzheitliche Entwicklung ihres Kindes informiert.

Nach umfangreichen Umbauarbeiten im letzten Jahr konnten die neuen Studierräume für Grundschüler im Parterre des Vinzenzheimes bezogen werden.

 

Neben der gelungenen Sanierung und der funktionalen Gestaltung der vier Studierräume befinden sich in diesem Bereich auch ein Speisesaal mit angrenzender Projektküche, ein Garderobenbereich und zwei Toiletten. Alle Räume strahlen Behaglichkeit aus und eignen sich als abgeschlossener Bereich bestens für die Unterbringung aller Grundschulgruppen. Die neuen Räumlichkeiten ermöglichen es, die SchülerInnen der verschiedenen Altersstufen in getrennten Abteilungen zu betreuen. Um trotzdem den Kontakt zwischen den einzelnen Altersstufen zu erhalten, spielen in der Mittagspause alle im gemeinsamen Hof.

Im Heim werden auch Kinder betreut, die nichtdeutscher Muttersprache sind. Durch eine gezielte Sprachförderung in Schule und Heim können die meisten Kinder und Jugendlichen die deutsche Sprache zufriedenstellend erlernen.

 

Information für Interessenten:

Unser didaktisch-pädagogisches Angebot wird gefördert und mitgetragen vom Amt für Schulfürsorge, von der Gemeinde Schlanders und vom Schulsprengel Schlanders. Es bietet Hilfestellung, bes. für berufstätige die Eltern, durch:

  • Entlastung in der Aufgabe der Erziehung und Bildung
  • flexible Betreuungszeiten nach Vereinbarung für Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren
  • Vollzeitunterbringung oder Teilzeitunterbringung
  • stundenweise Betreuung von Kindern
  • fallweise Betreuung von Kindern aus Familien in Notsituationen
  • Starthilfe für Kinder ausländischer Familien.

  

Die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen sollen in einer familiären, friedlichen und heiteren Atmosphäre ihre Kräfte und Fähigkeiten voll entfalten. Das Leben in Gemeinschaft soll die soziale und kommunikative Kompetenz stärken, den Gemeinschaftssinn wecken und das Verantwortungsbewusstsein fördern. Besonders für Einzelkinder ist es wichtig, eine tragende Gemeinschaft zu erleben. Im täglichen Zusammenleben lernen sie, Probleme mutig anzugehen, gemeinsam Lösungen zu suchen und Konflikte zu bewältigen. Intensive Lernhilfe und Aufgabenbetreuung, kontinuierliche pädagogische Begleitung und soziale Integration in Klein- und Großgruppe ermöglichen schulischen Erfolg und gesellschaftliches Wohlbefinden.

   

Leistungsdefizite versuchen wir durch individuelle Lernförderung zu beheben. Durch gezielte Hilfestellung und kontinuierliche Begleitung werden die Kenntnisse und Fertigkeiten vertieft und gefestigt.

Ein qualifiziertes Mitarbeiterteam erarbeitet für jedes Kind eigene Zielsetzungen und methodische Vorgangsweisen zur Förderung im schulischen Bereich und erstellt individuelle Entwicklungspläne bezüglich schulischer Leistung und sozialer Kompetenz.

Für die Freizeitbetreuung (auch stundenweise am Nachmittag) steht ein vielfältiges geschlechtsspezifisches Freizeitangebot zur Auswahl.

  

Finanzierungshilfen für den Heimaufenthalt: Ein Stipendium erhalten alle Kinder und Jugendlichen (von verschiedenen Körperschaften), wenn die sozialen Indikationen zutreffen hinsichtlich Einkommen, Entfernung von der Schule, Empfehlung für die Heimunterbringung und Lernbetreuung. Auch Kinder ausländischer Familien haben Anrecht auf ein Studienstipendium.

Zentrale Lage des Vinzenzheimes: Das Vinzenzheim steht im Zentrum von Schlanders, in der Nähe der Schulen und anderer sozialer Einrichtungen. Es ist somit auf dem Fußweg wie auch mit dem öffentlichen Bus leicht zu erreichen. Das ist für berufstätige Eltern wie für die Schüler von Bedeutung. Seine Struktur, die Räumlichkeiten und der große Spielplatz sind ideal für die Erfordernisse der Lern- und Freizeitbetreuung.

Für weitere Information zuständig ist die Heimleiterin
     Sr. M. Agnes Trafoier,
     Vinzenzheim, Burgstraße 1, 39028 Schlanders,
     Tel. 0473/730293 – Fax 0473/730034 –
 e-mail: vinzenzheim.schlanders@dnet.it


Mosaik von Robert Scherer zum Thema  „Vinzenz von Paul“